Polo 4 Peace-Turnier mit Gästen aus Polen, Schweden und der Mongolei!
Mit internationaler Beteiligung und ohne Sieger und Verlierer ging das Mongolische Polofest vom 24.–26.09.2010 zu Ende.
Christopher
Giercke, Gründer des Ghengis Khan Polo & Riding Club folgte ohne zu
zögern unserer Einladung und brachte ein hochmotiviertes Poloteam für
eine Woche nach Berlin. Die jungen Nomadenjungs aus der mongolischen
Hochebene hatten zwar keine Probleme sich auf die größeren Poloponies
einzustellen – sie waren ja sozusagen auf dem Pferderücken geboren – im
Turnier zahlte sich jedoch die Spielerfahrung und Turnierpraxis der
polnischen, schwedischen und deutschen Spieler aus.
Am Freitag – noch in strahlender Herbstsonne – spielten die Mongolen 10 :
4,5 gegen das Team Horne-Brück mit Niclas Johansson (-2), Jacob Czekaj
(0), Pawel Olbrych (+1) und Lucas Laborde (+2).
Im zweiten Spiel des
Tages trennte sich der Gastgeber Berliner Polo Club e.V. (Thomas Liebke
(-2) / Camilla Hoffmann (-2), Inge Schwenger (-1) / Jürgen Pullem (-1),
Helge Holst (0) mit Carlos Alberto Zalazar (+3)) mit 8: 4,5 von den
Havelsharks (Nina Schmidt (-2), Daniel Tümpel (0), Nico Wollenberg (+1)
und Wolfgang Kailing (+1))
Keinen Abruch konnte das schlechte Wetter abends der Stimmung beim gemeinsamen monglischen Feuerfest tun. In der ofenbeheizten Jurte wurde bis tief in die Nacht mongolischer Wodka getrunken, getanzt und in verschiedensten Sprachen gesungen.
Leider konnten wir am Sonntag wetterbedingt nicht mehr spielen und so endete das Turnier mit zwei Gewinnern (Horne-Brück und BPC) und zwei Zweitplatzierten (Mongolei und Havelsharks) – aber die
Platzierungen standen an diesem Wochenende sowieso im Hintergrund:
hier wurde auf dem Poloplatz eine Brücke geschlagen, zwischen Kulturen und fernen Kontinenten. Im nächsten Jahr wird unsere Serie Polo 4 Peace mit einem Team aus Hawaii fortgesetzt – und Gadasaa, Mamona, Uunee, Bataa, Uugaa, Ichtenger und D´Artagnan werden wir hoffentlich bei einem Gegenbesuch im kommenden Jahr wiedersehen.
3. Start-Up-Cup und Weiße Nacht (2010)
(Fotos >>>)
Der Sieg unseres Start-Up Cups 2010 ging an das Team „Fürst Fugger Privatbank“. In einem packenden Finale gegen das Team „Business Card Club“ um Patrick Maleitzke (+2), zeigte die siegreiche Mannschaft mit Top-Talent Helge Holst (+1), Jürgen Pullem (-1), Michael Schlarmann (-2) und Nicola Dörsam (-2), die sich die Rückennummer 1 mit dem jungen Nachwuchsspieler Philip von Hülst (-2) teilte, wahren Teamgeist und setzte sich im Endspiel mit 6 zu 5 Toren durch – obwohl sie vom Mannschafts-Handicap her klar unterlegen waren.
Obendrein wurde unser Clubmitglied Jürgen Pullem als „Most Valuable Player“ für seinen unermüdlichen Einsatz geehrt.
Und der schnelle Wallach El Jeffe von Jungprofi Patrick Maleitzke (Berghof
Poloclub) erhielt die Auszeichnung „Best Playing Pony“. Damit machten die
beiden Top-Mannschaften des Wochenendes alle Preise erfolgreich unter sich aus.
Den dritten Platz belegte die junge
Mannschaft um Jasmin Bumanowski (0) und Mortimer von Haebler (-2), die von der
Nürnberger Versicherung gesponsert wurde, während der vierte Platz an das Team
„Intelligent Data Systems“ um Club-Präsidentin Inge Schwenger-Holst (-1) ging.
„Wir zeigen uns als gute Gastgeber und lassen keinen gegen uns verlieren“,
scherzte Inge Schwenger-Holst.
Auch in diesem Jahr brachte der Start-up
Cup, der als Low-Goal-Turnier mittlerweile zur Tradition geworden ist, Spieler
mit Handicap -2 bis +2 aus ganz Deutschland zusammen. Dabei stand bei allem
Wettstreit der Spaß am Spiel im Vordergrund und erleichterte den Turnier-Neulingen
zusammen mit ihren erfahreneren Team-Mitgliedern den Einstieg in die aufregende
Welt der Polo-Turniere.
Das gesellschaftliche Highlight des
Wochenendes war allerdings die „Weiße Nacht“ am Samstag. An diesem lauen
Sommerabend konnten die Gäste und Mitglieder des Berliner Polo Clubs mit den
Spielern des Turniers bei gutem Essen und beschwingter Tanzmusik auf
Tuchfühlung gehen. Für zusätzliche Unterhaltung sorgte ein „Table Dance für
zwei Ballerinen und ein Chello“, das Nikolas Gleber, Künstler und Polo-Fan, zur
Feier des Tages mitgebracht hatte. Wie im vergangenen Jahr bestach die Players
Party des Start-up Cups durch Eleganz, Warmherzigkeit und eine familiäre
Atmosphäre – der gelungene Höhepunkt eines perfekten Polo-Wochenende beim
Berliner Polo Club auf dem Schlossgut Schönwalde.
2.
Berliner Start-Up-Cup beim BPC (2009)
Das
gab es noch nie beim Polo – unsere Experten im Schiedsrichter-Zelt
haben Buch geführt...hier für Sie alle Zahlen in Kürze:
Statistiken
der Spiele, Torschützenliste und Ergebnis-Analyse
Vom
19. bis 21. Juni 2009 lud der Berliner Polo Club zum 2. Mal zum
Berliner-Start-Up-Cup. Dieses kleine, aber feine Turnier, richtet sich
speziell an Turnieranfänger und Amateurspieler, die Turniererfahrung
sammeln wollen, ohne durch einen Polo-Professional das Teamhandicap
aufstocken zu müssen.
Vier Teams mit Spielern des Berliner Polo
Clubs, des Polo Clubs Berlin Brandenburg, des Prager Polo Clubs, des
Hamburger und Niedersächsischen Poloclubs, standen sich in den
vergangenen drei Tagen auf dem Platz am Schlossgut Schönwalde bei Berlin
gegenüber.
Heimlicher Favorit war das jüngste Team, das im
Namen des Hauptsponsors „CentroVital” spielte, mit Rico Richert, Nina
Schmidt, Romy Grüner und Helge Holst, die sich am ersten Spieltag auch
klar mit 9:3,5 gegen den Berliner Poloclub durchsetzen konnten. Alle
überrascht hat dann aber das Team „Havelsharks” mit Robert Chelberg,
Annie Haresign, Pia Gust und Wolfgang Traudt, das ebenfalls noch am
ersten Tag das Team „Hippodung” mit 8:3,5 vom Platz fegte. Allerdings
waren hier – im Gegensatz zum Sieg von Centrovital, welcher auf eine
mannschaftliche Geschlossenheit basierte – zunächst Einzelaktionen von
Robert Chelberg, dem aus Prag angereisten Amerikaner, ausschlaggebend.
Er verwandelte mühelos mehrere Safety Sixties in Folge. „Hippodung”
stellte dafür mit der dreizehnjährigen Isabel Sobetzki die jüngste
Spielerin des Turniers und fand erst nach einigen Chukkas besser ins
Mannschaftsspiel.
So kam es schon am Samstag zum heimlichen
Finale der beiden überlegenen Mannschaften, welches die Havelsharks in
einem spannenden Duell mit 5:7 für sich entscheiden konnten und damit
einen wichtigen Grundstein für den Turniersieg legten. Die Gastgeber vom
Berliner Poloclub konnten ihrerseits nach der Auftaktniederlage nun
ihren ersten Turniersieg über das Team Hippodung verbuchen.
Am
Sonntag wurden dann nochmal aus den letzten Kraftreserven geschöpft und
die Finalspiele bestritten, doch an der sich vorher heraus
kristallisierten Rangfolge, konnte nicht mehr gedreht werden. So siegten
die Havelsharks vor CentroVital, dem Berliner Polo Club und dem Team
Hippodung. Fast wäre der Berliner Poloclub noch auf Platz 2 geklettert,
doch nach tapferem Kampf mussten sich Spieler um Inge Schwenger dann dem
Team von Robert Chelberg doch mit 4 zu 6 geschlagen geben. Und nachdem
alle Spieler des BPC sich bereits mit dem 3. Platz zufrieden gaben,
keimte nochmal Hoffnung bei den angereisten Fans auf. Das Team
Centrovital um Teamcaptain Helge Holst tat sich überraschend schwer
gegen die erstarkten „schwarzen Spieler“ um Captain Daniel Tümpel. Doch
am Ende siegten sie dank eines gut aufgelegten Helge Holst, der mit 2
Treffern im letzten Chukka den Sieg sicherte und damit auch zum
Torschützenkönig avancierte.
Erwähnt sei an dieser Stelle auch
die tatkräftige und vor allem fachkundige Unterstützung vom Umpire
Maximo Soto, der mit 49 gegebenen Freistößen und etlichen Diskussionen
alle Hände voll zu tun hatte. Außerdem möchten wir uns ganz herzlich bei
der, extra aus Hamburg und Düsseldorf angereisten, PACE-Redaktion
bedanken, die wieder einmal Ihre exzellente Fachkompetenz diesmal nicht
durch Schrift und Bild, sondern durch das gesprochene Wort, in Form der
Spielkommentation, unter Beweis stellten!
Einige Impressionen vom Turnier, gibt es hier...
April 2009 – werden sie konvertieren?
Was hat die studentische Reitervereinigung und der Berlin Poloclub gemeinsam? Nichts! Vielleicht könnte man sich nach langen Diskussionen darauf einigen, dass es sich bei Beiden um Pferde dreht, aber das war es auch schon. Kaum zu glauben für einen Außenstehenden, aber das ist das Ergebnis von Spezialisierung. So wie ein Abwehrspieler im Fußball kaum in der Lage ist, das leere Tor zu treffen, so ist es einem klassischen Reiter zunächst fast unmöglich, aufs Polopony zu steigen. Beim Reiter mangelte es bisher jedoch auch an Möglichkeiten dies auszuprobieren.
Dank der Polofachredaktion von PACE und Polopartner Berlin und des Willens beider Seiten trafen nun deutsche Reiter auf südamerikanische Pferde. Dass darin Potenzial steckt, kann man sich wiederum bei erfolgreichen Clubfußballmannschaften abschauen. Hier die deutschen Tugenden dort die spielerische Eleganz aus Südamerika. Am Ende eines gelungenen Wochenendes schossen unsere Reiter aus München, Bonn, Münster und anderen Universitätsstädten dann mit Hilfe der ballsicheren Ponys ihre ersten Tore. Beim Asado wurde bereits schon darüber philosophiert wie den Polo Teil des Universitätssports werden könnte. Sollte das jemals erreicht werden, bleibt noch der letzte offene Punkt zu klären übrig. Wie sieht er den nun aus- der studentische Poloreiter? Mit weißer Polo-Jeans oder in jagdgrüner Reiterhose mit sexy Lederpolster am Gesäß?
01.11.2008 – Internationale Hubertusjagd am Schloß Liebenberg
Verbindet man den Polosport mit drahtigen Pferden und jungen gut gebräunten Menschen auf einer weiten Spielwiese, so bot sich am Samstag anlässlich der Hubertusjagd auf und um Schloss Liebenberg ein ganz anderes Bild.
Schwere blaublütige Rösser kamen schnaubend gegen Einbruch der Dunkelheit aus dem nebelgeschwängerten Wald. Männer und Frauen auf diesen Pferden trugen die alte Jagdmannstracht begleitet von einer Meute unzähliger Hunde, deren Ziel es noch vor Jahrhunderten war, den Fuchs zu fangen. Heute, dem Tierschutz sei Dank, folgen sie in der Regel nur noch dem Eau de Toilette le Renard wie der Franzose sagen würde.
Diese Hubertusjagd war für Mitglieder und Freunde des BPC ein willkommener Abschluss am Ende des sonnigen Polojahres 2008, um noch mal zu spüren wie es ist, nicht nach siebeneinhalb Minuten das Pferd zu wechseln, sondern mit diesem auch mal Stunden am Stück zu reiten. Für das Polopony war es die Erkenntnis, dass es Artgenossen gibt, die Spaß daran zu haben scheinen, nicht wie sie es lieben, dem kleinen weißen Ball hinterher zu jagen, sondern getrieben von Blashorn hinter einer Meute von Hunden zu galoppieren und damit auf seine Art und Weise zur Unterhaltung von Mensch und Tier beizutragen.
In diesem Sinne bis zur nächsten Jagd nach Ball oder Fuchs 2009
21./22.09.2008 – “Polo for Peace” Turnier
mit Gästen aus dem Irak und Hannover
Angeregt durch den Besuch von Mark Gillespie, einem ehemaligen amerikanischen Soldaten, der diesen Sommer bei uns mitgespielt und trainiert hat, starteten wir die Aktion „Polo for Peace”. In Virginia gibt es schon ein Reitherapiezentrum (www.narha.org)in dem verwundetete, z.T. amputierte Soldaten sehr erfolgreich wieder auf die Beine kommen.
So ein Zentrum auch im Irak aufzubauen ist nun die Idee, zu der wir auch einen Bei-trag leisten wollen, um die Genesung von Opfern des Krieges und Terrors in Bagdad zu unterstützen. Darum luden wir eine sechsköpfige Delegation von Irakern ein sich in Berlin mit den richtigen Leuten zu treffen und veranstalteten als Höhepunkt des Besuchs ein kleines Turnier in Schönwalde. Bei 3 Mannschaften wurde American-Tournament gespielt, d.h. jede Mannschaft spielt täglich je 2 Chucker gegen jede Mannschaft.
Das Polowochenende wurde rundum ein voller Erfolg. Wolfgang Kailing scheute keine Mühen für die gute Sache und reiste mit 2 Nachwuchsspielern, Florian Jütte und Christoph van Eupen an und verstärkte sein Team durch 2 Berliner Nachwuchsamazonen, Nina Schmidt und Romy Grüner, die es ebenfalls faustdick hinter den Ohren hatten. Nicht anders zu erwarten zeigte dieses Favoritenteam von Anfang seine Überlegenheit und bot den Zuschauern ein schönes Zusammenspiel, lange Bälle und viele Tore. Für die Irakis, die z.T. seit 2003 keinen Poloschläger mehr in der Hand gehabt hatten, war dabei sein alles – und auch sie konnten am Ende mit ein paar Toren glänzen und wurden von den Zuschauern laut-hals angefeuert. Bei der Preisverleihung wurden dann nicht nur Fotos und kleine Präsente, sondern auch viele Adressen und Telefonnummern ausgetauscht.
Wir bedanken uns nochmal bei allen Helfern, die dieses Turnier so tatkräftig unterstützt haben!
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01.- 06. August 2008 – Polo Jugendcamp in Schönwalde
Ich konnte es kaum glauben: ein Jahr war schon wieder vorbei und das diesjährige Jugendcamp stand vor der Tür. Kurz zuvor waren wir uns noch nicht einmal sicher wie das alles zu finanzieren sei, da es an Teilnehmern mangelte und dann hagelte es einige Tage vor Beginn Anmeldungen und die Frage war nun woher noch zusätzliche Pferde zu bekommen waren. Außerdem mussten wir den Verlust einer der Trainer vermerken, für den kurzfristig Santiago Novillo Astrada einsprang, der für einige Tage seine Pferde bei uns untergestellt hatte.
Der Anreisetag verlief wie in den Jahren davor – es galt noch einiges zu organisieren und alle möglichen Menschen wuselten zwischen Schlossgut, der Jugendherberge und ihrem Zuhause hin und her. Währenddessen kamen immer mehr Teilnehmer und natürlich auch Pferde an, um die sich gekümmert werden musste. Nachdem dann abends die letzten Nachzügler angekommen waren, konnte die Vorstellung beginnen:
Die Gruppen wurden zugeteilt, die Coaches und der Camp-Ablauf vorgestellt. Mit dem berühmt- köstlichen Essen der Schalt-Familie ging der erste Abend zuende und alle begaben sich mehr oder weniger spät zu Bett. Ein Glück musste ich nicht die erste Stalldienstfrühschicht übernehmen, sodass ich halbwegs „lange“ schlafen konnte. 9 Uhr Frühstück und eine Stunde später waren wir schon alle am Stall und sattelten unsere Pferde. Die einzelnen Gruppen, in reiterliche sowie spielerische Fähigkeiten der Teilnehmer unterteilt, wurden von ihren jeweiligen Coaches – Annie Hersign, Frank Last, Santiago N. Astrada und Sean Dayus – unterschiedlich starken Trainingseinheiten unterzogen. Mittags wurden wir dann wieder gut bekocht und hatten eine kleine Verdauungspause, bevor wir wieder gefordert wurden. Es folgten, je nach Gruppe, weitere Reitübungen, theoretische Stunden, wie Horsemanship oder Regelkunde und für die Turniergruppe Trainingschukka. Man fand sich dann später zum Abendessen wieder zusammen. Nach 5 solch anstrengender, aber für jedermann lehrreicher und erfolgreicher Camptage kam es schließlich zum Abschlussturnier, bei dem alle Teilnehmer ihr neu erlerntes Können zeigen konnten. Anschließend wurden alle mit ihren erworbenen Regel-urkunden und Preisen belohnt. Das gewohnte Händeschütteln und der Adressentausch leitete das Ende des diesjährigen Camps ein. Trotz der harten und schweißtreibenden Ausbildung der jungen Polospieler, denke ich, dass es jedem einzelnen viel Spaß gemacht hat und dass sie vor allem viel neues Polowissen mit nach Hause nehmen konnten. Bis zum nächsten Camp 2009!
Helge Holst
