Neue Trendsportart – Skijöring
Auch wenn auf dem Polo-Platz im Moment der Schnee derzeit so hoch liegt, dass sich allein der
Gedanke an ein paar Runden Ballsport zu Pferde verbietet, langweilen wir und die Pferde uns nicht! Denn wir haben das Skijöring für uns entdeckt. Das kommt – wie sich
wegen des Umlauts schon erahnen lässt – aus dem Nordischen und
funktioniert im Grunde wie Wasserski, nur ohne Wasser und dafür mit
Pferden: Man schnallt sich Ski unter die Füße oder setzt sich auf einen Schlitten und lässt sich von einem
Pferd mit Reiter über den Schnee ziehen.
Bei dem Experiment „erstes offizielles Skijöring-Rennen” am vergangenen Sonntag waren viele neugierige Gäste dabei, die sich wagemutig hinter die galoppierenden Pferde hängten. „Da können wir uns die Reise in die Berge in diesem Jahr sparen”, war das Urteil einer Teilnehmerin. Jetzt hoffen wir auf Neuschnee!
Saison 2010
Für die Jahresplanung gibt es hier die Workshop-Termine für 2010. Ob als Spieler oder Zuschauer – alle sind herzlich willkommen. Unser Low-Goal-Turnier "Start-Up-Cup" findet in diesem Jahr vom 18. – 20. Juni statt.
7. Berliner Jugend-Polocamp im August 2009
Anfang August trafen sich, wieder 26 Jugendliche zwischen 9 und 24 Jahren und aus ganz Deutschland, Österreich und sogar Dubai, beim Berliner Polo Club e.V. Jugend-Polocamp. Hier der Bericht von Chantal Strobel, einer der jugendlichen Polo-Begeisterten:
Wovon ich wirklich nicht genug bekomme – das ist Polo. Dieser Leidenschaft kann man fünf Tage im Jahr mit Gleichgesinnten und Gleichaltrigen fröhnen. Was heißt das genau? Spaß, Spiel, Spannung und Action entsprechend dem eigenen Leistungsniveau mit neuen Freunden und tollen Trainern. Da man auch eine gewisse Verantwortung für den wichtigsten Partner – das Pferd – trägt, ist neben „Stick and Ball”, Übungs-Chukkas und Regelkunde auch immer wieder Stalldienst und Horsemanship angesagt.
Und was darf nach einem langen Tag voller Polo natürlich nicht fehlen? Ein Sprung in den Pool oder ein Lagerfeuer vielleicht!? Auf jeden Fall aber eine Dusche und ein Assado am lauen Sommerabend!
Hier wird man gesellig und selbst für eine verschobene Rippe findet sich ein Osteopathe.
Und überhaupt: es gibt keinen besseren Englischunterricht als sich mit „native speekern” wie chief-coach Sean Dayus vom Tidworth Poloclub, Maximiliano Soto aus Argentinien, Annie Haresign oder Mark Gillespe aus Amerika zu unterhalten (die letzten beiden verstehen euch auch wenn ihr deutsch redet).
Nach einem Polo-erfüllten Tag schläft man wie ein König, trotz fehlendem Luxusstandart der Jugendherbergsbetten und nächsten Morgen wird man wieder mit einem liebevoll zubereiteten Frühstück und einer Tasse heißen Kaffee geweckt.
Den kröhnender Abschluss des Camps ist wie jedes Jahr, ein richtiges Turnier, wo jeder Teilnehmer seinen Eltern beweisen kann was er alles gelernt hat.
Danke für dieses tolle Camp! Wir sehen uns beim nächsten ;-)
2. Berliner Start-Up-Cup beim BPC
Das gab es noch nie beim Polo – unsere Experten im Schiedsrichter-Zelt haben Buch geführt...hier für Sie alle Zahlen in Kürze:
Statistiken der Spiele, Torschützenliste und Ergebnis-Analyse
Vom 19. bis 21. Juni 2009 lud der Berliner Polo Club zum 2. Mal zum Berliner-Start-Up-Cup. Dieses kleine, aber feine Turnier, richtet sich speziell an Turnieranfänger und Amateurspieler, die Turniererfahrung sammeln wollen, ohne durch einen Polo-Professional das Teamhandicap aufstocken zu müssen.
Vier Teams mit Spielern des Berliner Polo Clubs, des Polo Clubs Berlin Brandenburg, des Prager Polo Clubs, des Hamburger und Niedersächsischen Poloclubs, standen sich in den vergangenen drei Tagen auf dem Platz am Schlossgut Schönwalde bei Berlin gegenüber.
Heimlicher Favorit war das jüngste Team, das im Namen des Hauptsponsors „CentroVital” spielte, mit Rico Richert, Nina Schmidt, Romy Grüner und Helge Holst, die sich am ersten Spieltag auch klar mit 9:3,5 gegen den Berliner Poloclub durchsetzen konnten. Alle überrascht hat dann aber das Team „Havelsharks” mit Robert Chelberg, Annie Haresign, Pia Gust und Wolfgang Traudt, das ebenfalls noch am ersten Tag das Team „Hippodung” mit 8:3,5 vom Platz fegte. Allerdings waren hier – im Gegensatz zum Sieg von Centrovital, welcher auf eine mannschaftliche Geschlossenheit basierte – zunächst Einzelaktionen von Robert Chelberg, dem aus Prag angereisten Amerikaner, ausschlaggebend. Er verwandelte mühelos mehrere Safety Sixties in Folge. „Hippodung” stellte dafür mit der dreizehnjährigen Isabel Sobetzki die jüngste Spielerin des Turniers und fand erst nach einigen Chukkas besser ins Mannschaftsspiel.
So kam es schon am Samstag zum heimlichen Finale der beiden überlegenen Mannschaften, welches die Havelsharks in einem spannenden Duell mit 5:7 für sich entscheiden konnten und damit einen wichtigen Grundstein für den Turniersieg legten. Die Gastgeber vom Berliner Poloclub konnten ihrerseits nach der Auftaktniederlage nun ihren ersten Turniersieg über das Team Hippodung verbuchen.
Am Sonntag wurden dann nochmal aus den letzten Kraftreserven geschöpft und die Finalspiele bestritten, doch an der sich vorher heraus kristallisierten Rangfolge, konnte nicht mehr gedreht werden. So siegten die Havelsharks vor CentroVital, dem Berliner Polo Club und dem Team Hippodung. Fast wäre der Berliner Poloclub noch auf Platz 2 geklettert, doch nach tapferem Kampf mussten sich Spieler um Inge Schwenger dann dem Team von Robert Chelberg doch mit 4 zu 6 geschlagen geben. Und nachdem alle Spieler des BPC sich bereits mit dem 3. Platz zufrieden gaben, keimte nochmal Hoffnung bei den angereisten Fans auf. Das Team Centrovital um Teamcaptain Helge Holst tat sich überraschend schwer gegen die erstarkten „schwarzen Spieler“ um Captain Daniel Tümpel. Doch am Ende siegten sie dank eines gut aufgelegten Helge Holst, der mit 2 Treffern im letzten Chukka den Sieg sicherte und damit auch zum Torschützenkönig avancierte.
Erwähnt sei an dieser Stelle auch die tatkräftige und vor allem fachkundige Unterstützung vom Umpire Maximo Soto, der mit 49 gegebenen Freistößen und etlichen Diskussionen alle Hände voll zu tun hatte. Außerdem möchten wir uns ganz herzlich bei der, extra aus Hamburg und Düsseldorf angereisten, PACE-Redaktion bedanken, die wieder einmal Ihre exzellente Fachkompetenz diesmal nicht durch Schrift und Bild, sondern durch das gesprochene Wort, in Form der Spielkommentation, unter Beweis stellten!
Einige Impressionen vom Turnier, gibt es hier...








